So erstellst du dein Moodboard – der Beginn aller Designs

18.06.2019

Der Begriff Moodboard ist in meinen Blogbeiträgen schon des Öfteren gefallen. Doch was ist das eigentlich und wozu braucht man es? Bei einem Moodboard handelt es sich ganz simpel ausgedrückt um eine Collage. Es ist ein wichtiges – wenn nicht das wichtigste Präsentations- und Arbeitsmittel, das in allen Design- und Kommunikationsberufen zum Einsatz kommt. Für mich ist es fixer Bestandteil jedes Designkonzepts und deshalb gebe ich dir heute einen kleinen Einblick und Tipps zum Erstellen von Moodboards.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Du möchtest das Design deines Wohnzimmers, Schlafzimmers oder auch nur deinen Schreibtisch neugestalten und weist nicht wo du anfangen sollst? Mein Tipp: Moodboard. Moodboards bestehen aus verbildlichten Inspirationen beliebiger Art. Seien es Farbkarten, Fotos, Logos, Zitate, Textausschnitte oder einzelne Worte – es ist alles erlaubt, was dir anfangs dabei hilft, Ideen zu sammeln. Diese können dann im nächsten Schritt von Hand oder am Bildschirm zu einer Art Collage angeordnet werden, um deine Ideen zu strukturieren und ein Gefühl für das Gesamtbild zu bekommen. Mit der Zeit soll es dir eine konkrete Richtung präsentieren und bei der visuellen Erklärung von Kontexten helfen.

Aller Moodboard-Anfang ist schwer…

…aber nur Mut zur Lücke! Es ist okay, wenn du anfangs weniger Bilder als Leerraum hast. Mit der Zeit werden sich die Lücken schließen. Beginne mit einem beliebigen Ausschnitt, der dir gefällt oder mit dem du etwas Positives verbindest. Egal, ob ein Wort, ein Foto, ein Ausdruck, ein Zeitungsschnipsel oder nur ein Farbton.Moodboard starten

Für ein spezielles Design den richtigen Mix zu finden, erfordert einiges an Feingefühl und Erfahrung. Für mich steht dabei der Austausch mit dem Kunden im Vordergrund. Denn es sind die Menschen, die zukünftig viel Zeit in diesen Räumen verbringen werden. Und das wiegt für mich mehr, als jeder Trend. Zentral ist dabei die Kommunikation mit meinen Kunden. Dabei entstehen für mich erste Ideen und mittels Moodboard gehe ich sicher, dass wir uns mit unseren Vorstellungen auch alle verstanden fühlen.

Anhand meiner Moodboards zeige ich gerne unterschiedliche Themenbereiche von Möbeln, Stoffen, Tapeten, Beleuchtung bis hin zu Kunstarbeiten und Rohmaterialien zur Inspiration. Der Kunde kann sich so leichter für eine Richtung entscheiden und rechtzeitig Änderungswünsche bekannt geben. Das spart Zeit und Kosten und wir erstellen gemeinsam die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Ein Beispiel aus der Praxis siehst du hier anhand meines Projekts in Barcelona.

Weitere Moodboard-Beispiele findest du auf meinem Instagram-Account Sara Röhl Interiors.

So startest du dein Moodboard

Jetzt möchte ich dir gerne meine Tipps und Tricks verraten, die ich durch meine bisherigen Projekte und Erfahrungen gesammelt habe.

  1. Suche Inspiration und sammle: Besonders gut geht das analog in Zeitschriften und digital in einschlägigen Blogs, auf Pinterest und Instagram. Dafür darfst du dir ruhig Zeit nehmen, denn dies wird die Basis des anschließenden Designs darstellen.
  2. Organisiere und ordne: Sobald eine gewisse Menge an Bildern zusammengekommen ist, nehme ich gerne einen Schritt Abstand und entferne mich kurz, um zu prüfen, ob die anfänglich aufgenommenen Eindrücke noch aktuell sind, oder ob ich mich bereits ein Stück von der ursprünglichen Idee entfernt habe. Gegebenenfalls sollte man seine Motive korrigieren oder Moodboard Nummer zwei beginnen.
  3. Visualisierung des Erfolgs: Sobald Du mehrere Versionen von Moodboards kreiert hast, ist es sinnvoll die Tafeln zusammenzustellen. Versuche zu visualisieren, welches Design sich besonders gut in dem gewünschten Setting machen würde. Erzeugt es ein homogenes Stimmungsbild?

Diese letzte Frage ist wohl das A und O eines Moodboards. Es wird zusammengestellt, um ein Gefühl und Stimmungsbild für das Endprodukt zu vermitteln. Sie sollen ein gedankliches Eintauchen in die zu schaffende Gefühlswelt ermöglichen. Wenn das geschafft ist, geht es ans Einkaufen. Dein Moodboard ist nun dein ständiger Begleiter und löst alle Designfragen. Welche Gegenstände gekauft werden, musst du allerdings separat entscheiden. Das Moodboard kann nicht deine Einkaufsliste ersetzen, aber konkrete Designvorstellung für die Dinge auf deiner Einkaufsliste liefern. Somit kannst du dir sicher sein, dass deine Einrichtung später stimmige Eindrücke vermittelt.

Wie stehst du zu Moodboards? Ich freu mich deine Erfahrungen in den Kommentaren zu lesen! Falls du dir bei einem bestimmten Projekt gerne ein Moodboard und erste Konzeptideen von mir wünschst, kontaktiere mich gerne. Ich freue mich, dir weiterzuhelfen.

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Autorin: Sara Röhl

Hi, ich bin Sara. In meinem Blog schreibe ich über Interior Design – meine Arbeit und Leidenschaft. Hier liest du Neues über meinen Alltag und bekommst frische Design-Inspiration von meinen Reisen nach New York, Barcelona, Portugal oder Stockholm.

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