Ich liebe es, zur Weihnachtszeit das Haus mit Kerzen und Kuscheldecken zu dekorieren und eine wohlige gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Gerne spaziere ich auch gemeinsam mit meinen Hunden durch den frostigen Wald und freu mich über all die funkelnden Lichter auf den Häusern, um danach wieder zuhause einzukehren und eine leckere, wärmende Suppe zu essen. Ganz nach meiner skandinavischen Lebensweise Lagom und Hygge aus meinem vorigen Blogbeitrag.

Hier ein paar Tipps, wie du diese anspruchsvolle aber so wundervolle Zeit dennoch genießen kannst, zum Beispiel mit einer Liste der etwas anderen Art.

Die Weihnachtszeit ist schön aber kann auch sehr fordernd sein. Abgabefristen, die noch vor Jahresende einzuhalten sind, Geschenkeinkäufe auf überfüllten Einkaufsstraßen, Weihnachtsfeiern und hohe Erwartungen prägen jeden Jahresausklang. Und oft werden auch die Vorweihnachtstage genutzt, um all jene zu treffen, die man vielleicht nicht so oft sieht, was leicht dazu führt, dass die Zeit mit den Liebsten zu kurz kommt und in all den To-Do’s einfach als weiterer Punkt abgearbeitet wird, anstatt sie wirklich bewusst zu genießen.

Der erste Schritt aus der Komfortzone

Die kalte und dunkle Jahreszeit lädt besonders dazu ein, viel Zeit zu Hause zu verbringen. Was wir auf der einen Seite so genießen, ist für unsere Abwehrkräfte und unser Immunsystem auf der anderen Seite sehr kontraproduktiv. Wer liegt denn nicht lieber bei Tee und Keksen unter der warmen Decke auf der Couch statt draußen in der Kälte spazieren zu gehen?

Ich habe zwei Hunde und manchmal kostet es mich viel Überwindung bei der Dunkelheit und Kälte raus zu gehen. Denn bei jedem Wetter wollen sie ihren Auslauf genießen, wo wir bereits wieder zehn Ausreden gefunden hätten. Sie sind erbarmungslos. Und mir bleibt nichts über egal, wie müde ich bin, egal wie nass und kalt es ist, ich gehe mit ihnen raus. Und ehrlich gesagt, habe ich es im Nachhinein nie bereut.

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Ein Festmahl

Wenn es jemals eine Zeit gibt, um sich mit genussvollen Speisen zu „überessen“, sind es wohl die Weihnachtsfeiertage! Ich sage nicht, dass man sich bei jeder Dinner-Party hinsetzen und an seinem mitgebrachten Salatkopf pflücken sollte, während alle anderen die Leckereien auf ihren Tellern stapeln.

Genieße ruhig all die Abendessen, Partys und das Plätzchenbacken, aber achte wirklich auf das Genießen! Die reichhaltigen, ausgedehnten Mahlzeiten sollten kein Freibrief sein, auch zwischen diesen Veranstaltungen nur ungesundes zu essen – nach dem Motto „Ach, jetzt ist es eh schon egal“. Nicht weil sich überflüssige Pfunde an den Hüften sammeln werden, sondern weil wir uns damit selbst sabotieren. Zu viel fettige und zuckerreiche Speisen wirken sich negativ auf unser Energieniveau, unsere Stimmung und unser allgemeines Wohlbefinden aus.

Es wäre schade, den ganzen Dezember in einem konstanten Zustand der Bauchschmerzen und Erschöpfung nach jedem Essen zu verbringen. Denn da nehmen wir uns selbst wertvolle Zeit und Lebensenergie – nicht nur im Dezember, sondern auch im Jänner.

Einatmen … Ausatmen …

Wusstest Du, dass zwei, drei tiefe Bauchatmungen bereits das Stresshormon Cortisol im Körper signifikant reduzieren? Bewusstes Atmen ist ein wunderbarer Weg, um sich kurz Zeit für seine innere Mitte zu nehmen, sich erneut zu sammeln und mit dem gegenwärtigen Moment zu verbinden. Und das Beste ist, man braucht keinerlei Know-How oder die Erfahrung eines Yoga-Experten. Wir können es überall, ohne Hilfsmittel oder besondere Mühe umsetzen. Probiere es gleich jetzt aus: Augen schließen, auf die Atmung konzentrieren, tief in den Bauch ein- und wieder ausatmen.

Wenn wir mehrmals am Tag bewusst bei zwei oder drei Wiederholungen auf unsere Atmung achten, erdet uns das in all dem Stress und wir finden wieder zu uns selbst. Wir laufen so oft durch den Tag, ohne wirklich durch zu „atmen“!

Prost

Und damit meine ich nicht die klingenden Sektgläser bei der Weihnachtsfeier – sondern Wasser, viel Wasser! Gerne auch in Form von warmem Tee und besonders dann, wenn wieder eine Weihnachtsfeier ansteht. Davor, während und nach dem Alkohol trinken – trinken! Besonders die fiesen Toxine nach der Weihnachtsfeier wollen wir schnell ausspülen, um wieder Bestleistungen zu liefern.

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Um richtig zu funktionieren, brauchen alle Zellen und Organe des Körpers Wasser. Einer der vielen Vorteile des Wassers ist eine Steigerung der Hirnleistung. Da unser Gehirn zu 73% aus Wasser besteht, können wir uns so besser denken, uns konzentrieren und bleiben wachsam. So einfach hält man den Stress länger durch und verbessert die Energieniveaus.

Stop Scrolling

Jetzt ist eine großartige Zeit, um die Social Media Aktivitäten auf ein Minimum zu schrauben. Bei all den Eindrücken, die unser Gehirn verarbeitet und gleichzeitig managet, wollen wir es nicht auch noch der Reizüberflutung auf Facebook und Instagram aussetzen. Mein Tipp: Die Aktivität auf ein Posting pro Kanal reduzieren, um den Freunden/Followern frohe Festtage zu wünschen und sie darüber zu informieren, dass man sich eine Ruhezeit gönnt. Einen Social-Media Detox.
So ist man bei den eigenen Aktivitäten präsenter und genießt diese, statt die vermeintlich perfekten Szenarien anderer zu liken. Bedenke immer, diese sind nur Momentaufnahmen. Man vergisst leicht, dass niemandes Leben vollkommen ist, wenn es deren Instagram-Accounts doch scheinbar sind. Sich mit den perfekten Aufnahmen zu messen, zu vergleichen oder diese als Vorbild heranzuziehen, setzt uns schlussendlich nur zusätzlichem Stress aus.

Eine Liste

Nein, nicht die zehnte To-Do Liste, von der spreche ich nicht. Ich meine eine Liste von Dingen, die Du gerne in der Weihnachtszeit tust. Was hat Dir als Kind besondere Freude bereitet? Was versüßte Dir früher die Weihnachtszeit, bevor wir alle begannen, uns deswegen zu stressen?

Für mich wären es:

  • Eine heiße Schokolade in den dunklen Morgenstunden trinken
  • Die Jagd auf den passenden Weihnachtsbaum und das gemeinsame Dekorieren
  • Die Weihnachtsgeschenke einpacken und dabei einen Weihnachtsfilm schauen
  • Mit meinen Kindern Kekse backen und dazu Weihnachtslieder hören

Es gibt so viele kleine Dinge, die uns wertvolle Momente schenken und einen Ausgleich zur Hektik schaffen. Und denk daran, es muss für niemanden perfekt sein! Das beste Geschenk, das wir einander machen können ist Zeit und ein liebevolles Beisammensein.

 

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