Interior Design vs. DIY: Wann es besser ist, einen Profi zu beauftragen

30.08.2018

Immer wieder höre ich in Gesprächen über meinen Beruf Sätze wie „Interior Design? Das kann man doch selbst machen, oder?“ Und um ehrlich zu sein: Natürlich kannst du. In Zeitungen und online gibt es genügend Anleitungen und Ideen, die dabei helfen sollen, einzurichten wie ein Profi.

Die Frage, die ich dann aber gerne stelle: Hast du denn die Zeit und das Gefühl dafür, es zu designen wie ein Profi?
Interior Design ist nicht nur ein Beruf, es ist eine Leidenschaft. Durch unsere jahrelange Erfahrung im Gestalten von Häusern und Wohnungen, in der Planung von Räumen, im Ausmessen, Ausmalen, in der Navigation von Budgets und dem Einbringen persönlicher Ästhetik wurden wir auf Innenarchitektur „trainiert“. Wir sehen Probleme schon bevor sie entstehen und haben immer das Gesamtbild im Blick. Es ist unsere Arbeit, dir dein bestes Zuhause zu kreieren, dass sowohl stylisch aber auch funktionell ist. Das unterscheidet unser Handwerk von Do-it-yourself Künsten.

Der Blick auf´s Ganze

Als Interior Designerin erkenne ich die beste Raumaufteilung, wenn ich einen Raum sehe. Mein Layout bestimme ich dabei stets auf Basis von Funktion und Ästhetik. Denn ein Raum muss funktionieren und dem Zweck dienen, für den er bestimmt wurde. Auch Dinge wie beispielsweise die Durchquerung muss geplant werden und Hindernisse wie Türen, Fenster, Auslässe, Deckenhöhe, Formen und Wandwinkel dürfen nie vergessen werden.
Durch die Möblierung soll einem Raum Charakter verliehen werden. Kleine Räume sollen optisch größer erscheinen und Details hervorgehoben werden. Durch den richtigen Einsatz von Farbe, Licht und Mobiliar wird jeder Raum zur Wohlfühloase.

Interior-Design

Design-Schätze müssen erst gefunden werden

Es gibt eine riesen Auswahl an unterschiedlichen Stilen. Mit ein paar Kniffen können zeitlose Klassiker mit aktuellen, coolen Designelementen verbunden werden. Mit ein wenig Gefühl können stilistische Variationen kombiniert werden, um dem Raum mehr Charme zu verleihen.

Wichtig sind hierfür gute Lieferanten und Handwerker: Von ihnen kann man neue, coole, einzigartige Stücke beziehen, die Geschichten erzählen. Das Problem an diesen Quellen: Sie sind nicht durch eine schnelle Google-Suche zu finden, sondern müssen über einige Arbeit zuerst gefunden und danach ins Boot geholt werden.

Warum es sich lohnt einen Interior Designer zu engagieren

Kannst du die häufigste Ausrede erraten, mit der ich immer wieder konfrontiert werde? Es ist natürlich das Budget. Man möchte sein schwer verdientes Geld nicht einfach für eine Dienstleistung ausgeben, die im ersten Moment nicht greifbar ist und ist der Meinung, dass man seine Einrichtung günstiger erhalten kann. Das verstehe ich. Aber ich möchte dir sagen, warum es sich trotzdem lohnt:

Sei ehrlich:

  • Hast du schon mal ein Möbelstück oder -accessoire gekauft, das dir zu Hause gar nicht mehr so gut gefiel?
  • Bist du mal in die „Schnäppchen-Falle“ eines Möbelhauses getappt?
  • Hast du die Einrichtung deines Zuhauses von vornherein durchgeplant, oder immer wieder Einzelstücke gekauft, die mehr schlecht als recht zusammenpassen?
  • Bist du schonmal an einem DIY-Projekt gescheitert, das anfangs eigentlich ganz leicht ausgesehen hat?

Ich glaube, jeder von uns kennt das. Und genau diese Phänomene zeigen dir die Notwendigkeit an ausgebildeten Interior-Designern auf. Wir wissen was wie zusammenpassen könnte und können die Balance zwischen Low-End und High-End-Produkten gut halten. Auch wir lieben den Abverkauf, wissen aber, wann es Sinn macht, zuzuschlagen und wann das Schnäppchen besser im Laden bleibt. DIY-Projekte können zu wundervollen Einzelstücken werden, aber leider auch ziemlich schief gehen.

Unser Ziel ist es, einen Lebensraum zu schaffen, der für dich und deine Familie zum Wohlfühlort wird.

Diesen Artikel teilen:

Autorin: Sara Röhl

Hi, ich bin Sara. In meinem Blog schreibe ich über Interior Design – meine Arbeit und Leidenschaft. Hier liest du Neues über meinen Alltag und bekommst frische Design-Inspiration von meinen Reisen nach New York, Barcelona, Portugal oder Stockholm.

2 Kommentare

  1. Mit einem Rücksichtsvollen Innenarchitekten kann man aber wirklich mehr aus der eigenen Wohnung herausholen. Dass Innenarchitektur so einen Unterschied macht, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, dass das Wohnzimmer meiner Uroma immer diesen historischen Charme haben würde. Mit etwas Farbe und moderne sieht es aber nun ganz anders aus.

    Antworten
  2. Ja genau, es ist wichtig mit einem Designer zusammen zuarbeiten die das Respektiert was schon da ist und vielleicht auch ein emotionaler wert hat und trotzdem schafft alles „schonend“ zu erfrischen und verändern.
    Super wenn’s euch gelungen ist 🙂

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es gelten die Datenschutzrichtlinien.